Archiv für das Tag 'Bergheim'

Kaum Energie aus Elsdorf

3. Oktober 2008

Gerne wird im „Energiekreis“ Rhein-Erft die Kompetenz in Sachen Energie betont, in Projekten wie terra nova werden große Pläne einer „Zukunfts-Landschaft für Energie“ geschmiedet. Ziel sei „gemeinsam mit Industrie und Landwirtschaft neue Wege der Energiegewinnung zu gehen und neue Märkte zu erschließen“. Auch durch Kirchturmdenken und Verwaltungsmentalität ist eine zeitnahe Realisierung des interkommunalen Gewerbegebietes im Norden Elsdorfs (eine Skizze dazu gibt’s hier), in dem dieser „interkommunale Kompetenzraum für Energie“ entstehen soll, wohl eher unwahrscheinlich.

Während auf Verwaltungsebene im Rahmen von terra nova von einer „energiereichen“ Zukunft geträumt wird, werden die Entscheidungen woanders längst getroffen. Die geplante „Fachhochschule für Technologie, Energie und Chemie Rheinland“ hätte wohl jeder gerne in der Region gesehen, es erfolgte eine Absage für den „Energiekreis“. Nach dem Biogas-Pilotprojet in Neurath plant RWE für gut 10 Millionen Euro am Rande des Gewerbeparks Bergheim südlich von Paffendorf eine weitere Biogasanlage zu errichten. Die Angaben zur verwendeten Menge an Mais und Getreide schwanken zwischen 25.000 und 45.000 Tonnen jährlich, die Angaben zur erzeugten Menge Biogas variieren ebenfalls, und zwar zwischen 10.000 m³ am Tag und 600 m³ in der Stunde (entspricht ca. 14.400 m³ am Tag). Gerne wird dieses Projekt zu terra nova gerechnet, de facto laufen die Planungen aber zwischen RWE und der Stadt Bergheim. 

Wer nun denkt dass dies ein großer Wurf für den westlichen Erftkreis ist sollte mal nach Jülich schauen, wo Pfeifer & Langen, Mutterkonzern der Zuckerfabrik Jülich AG, ebenfalls eine Biogasanlage errichten wird. Geplant ist anfangs eine Leistung von 1.000 m³ Biogas in der Stunde, die später auf 8.000 m³ in der Stunde (!) ausgebaut werden soll. Die neue Anlage soll direkt neben der Zuckerfabrik errichtet werden. Mit 1,4 bis 1,5 Millionen Tonnen Zuckerrüben je Kampagne steht mehr als die 30fache Menge an Biomasse zur Verfügung als in Bergheim. Ob der Bau aus den von der EU gezahlten Stilllegung- und Rückbauprämien für die Zuckerfabrik Elsdorf (man hört von bis zu 20 Millionen Euro), die in den nächsten Monaten größtenteils demontiert wird, oder gemeinsam mit RWE finanziert wird ist gleich, ein fader Beigeschmack für Elsdorf bleibt. Hatte der geplante Bau einer Biogasanlage bereits eine Rolle bei der Entscheidung von Pfeifer und Langen, die Rübenverarbeitung und Produktion ausgerechnet im Stammwerk in Elsdorf zu schließen, gespielt? Eine Erweiterung der Zuckerfabrik Elsdorf mit einer Biogasanlage wäre durch den nahen Tagebau (wie nah der Tagebau ist sieht man gut auf einem Luftbild der Kölnischen Rundschau) und die den Tagebau umgebende Sicherheitszone, in der keine Gebäude errichtet werden dürfen, wohl nicht so einfach möglich gewesen. 

Bei den (Groß-)Projekten geht Elsdorf ebenso wie bei der Ansiedlung neuer Unternehmen meist leer aus. Der Grund hierfür ist naheliegend: die Rahmenbedingungen stimmen nicht. Die Fehler wurden aber nicht in den letzten Jahren, sondern bereits in den letzten Jahrzehnten gemacht. Zu wenig wurde in das wirtschaftliche Wachstum Elsdorfs investiert, zu lange hat man sich allein auf RWE und Pfeifer & Langen verlassen. Höchste Zeit, schnell an der Umsetzung des interkommunalen Gewerbegebietes, an der Ausweisung und Vermarktung neuer Gewerbeflächen und an der Attraktivität Elsdorfs als Wirtschaftsstandort zu arbeiten.

Die Bodenrichtwerte (Grundstückspreise) in Elsdorf

12. Juni 2008

Wer sich nicht die Mühe machen möchte die Bodenrichtwerte (Grundstückspreise) für Elsdorf über das Bodenrichtwertinformationssystem, kurz BORIS, selbst zu recherchieren, wird nun auf der Homepage der Gemeinde Elsdorf fündig, auf der die aktuellen Bodenrichtwerte aufgeführt sind (.pdf, 7 KB). Zum 01.01.08 liegen diese im Gemeindegebiet zwischen 105 EUR/m² in Tollhausen und 150 EUR/m² in Heppendorf. Einige Werte im Einzelnen:

01.01.08 31.12.05 31.12.97
Oberembt 120,00 € 120,00 € 110,00 DM
Niederembt 115,00 € 115,00 € 120,00 DM
Tollhausen 105,00 € 105,00 € 110,00 DM
Esch 140,00 € 145,00 € 150,00 DM
Angelsdorf 140,00 € 145,00 € 150,00 DM
Elsdorf 140,00 € 140,00 € 150,00 DM
Giesendorf 140,00 € 140,00 € 140,00 DM
Berrendorf 135,00 € 140,00 € 140,00 DM
Grouven 115,00 € 120,00 € 130,00 DM
Heppendorf 150,00 € 150,00 € 150,00 DM

Auf Sicht von 10 Jahren haben sich die Grundstückspreise in der Gemeinde Elsdorf nahezu verdoppelt, allerdings sind in den letzten Jahren die Preise wieder rückläufig, insbesondere in den tagebaunahen Ortsteilen Esch, Angelsdorf, Berrendorf. Da sich die Bodenrichtwerte nach den erzielten Verkaufserlösen richten ist insbesondere in Elsdorf mit einem weiteren Rückgang der Bodenrichtwerte zu rechnen, da die Grundstücke an der ehemaligen Bahntrasse mittlerweile für 120 bis 130 EUR/m² angeboten werden.

Und wie sieht es in den Nachbarkommunen aus? In Bedburg liegen die Grundstückspreise zwischen 115 EUR/m² (im Süden Bedburgs) und 150 EUR/m² (Kaster) bzw. 155 EUR/m² (hinter dem Schloss). In Bergheim liegen die Richtwerte zum 01.01.08 bei 120 EUR/m² in Glesch, 130 EUR/m² in Paffendorf, 150 EUR/m² in Thorr und 205 EUR/m² im Zentrum Bergheims. In Kerpen-Sindorf machen sich die Nähe zu Köln und die gute Infrastruktur bemerkbar, die Quadratmeterpreise liegen bei 170 bis 185 EUR.

Die Grundstückspreise in Elsdorf liegen somit mehr oder weniger unter denen der Nachbarkommunen. Die Nähe zu Kerpen-Sindorf und die gute Anbindung dürften die Gründe dafür sein, dass auf Elsdorfer Gebiet die Grundstückspreise in Heppendorf mit 150 EUR/m² am höchsten sind. Zu welchen Konditionen sich schlussendlich die Elsdorfer Baugebiete „Ehemalige Bahntrasse“ (.pdf 950 KB) und „Zum Kapellchen“ (.pdf, 453 KB) vermarkten lassen werden wird sich zeigen.

Die Politiker-Diät(en)

22. Mai 2008

Schon beim Gedanken an die Politiker-Diät(en) vergeht vielen der Appetit. Während aktuell die Diäten der Bundestagsabgeordneten bei „nur“ 7009 Euro liegen (zzgl. einer Kostenpauschale in Höhe von 3720 Euro und zzgl. hoher Pensionsansprüche) sollen diese durch die bereits genehmigte Erhöhung und die momentan diskutierte auf 8159 Euro in Jahre 2010 ansteigen. Der Volkszorn kochte und wurde durch die Presse zum Teil weiter geschürt. Spitzenpolitiker der großen Parteien, etwa Angela Merkel oder Andrea Nahles, äußerten sich zum Teil recht ungeschickt zu diesem Thema – anstatt sachlich zu argumentieren wurde der Schwarze Peter auf eine „unabhängige Kommission“ oder einen „Systemwechsel“ geschoben.

Peinlich ebenfalls das Getue der Oppositionsparteien: insbesondere Guido Westerwelle spielte sich als letzter Vertreter des Bürgerwillens auf und schimpfte in jedes Mikrofon, was in den letzten Wochen in seiner Nähe war, über die geplante Erhöhung. Schon komisch, wenn ausgerechnet ein FDP-Politiker den anderen Parteien „Dekadente Tendenzen“ vorwirft und sich mal nicht auf die Seite des Kapitals stellt.

Dabei sollten insbesondere die FDP-Politiker unter anderem durch ihre Nebeneinkünfte wissen, wie die Gehälter etwa im Management der Wirtschaft aussehen – und gegenüber diesen sind die Diäten der Bundestagsabgeordneten lachhaft. Und genau hier liegt eines der Hauptprobleme: die Bundestagsabgeordneten sollen für die Arbeit, die sie machen, natürlich angemessen entlohnt werden. Wenn ein Abgeordneter ausschließlich Volksvertreter ist, ist die Entschädigung im Vergleich zur freien Wirtschaft gering. Durch die zum Teil umfangreichen Tätigkeiten neben dem Mandat und den dadurch resultierenden beträchtlichen Nebeneinkünften zahlreicher Abgeordneter (insgesamt 161 von 614) geht die Relation allerdings verloren. Logische Konsequenz wäre eine deutliche Einschränkung der Nebentätigkeiten, die über alle Parteigrenzen insbesondere durch Verflechtungen etwa mit Energie- oder Tabakkonzernen die Grenze der Bestechlichkeit überschreiten. Ohne Nebentätigkeiten hätten auch diese Politiker die Möglichkeit, ihr Mandat gewissenhaft zu erfüllen. Und hierfür müsste der finanzielle Anreiz sogar eher erhöht werden, Abgeordneter zu werden. Zusammengefasst: höhere Diäten anstelle von Nebentätigkeiten.

Interessant ist auch ein Blick in die anderen Ebenen der Politik, etwa in die Landtage. Während etwa in Berlin jeder Abgeordnete 2007 insgesamt 3821 EUR im Monat erhielt, waren es in Bayern 9049 Euro. In NRW lag 2007 die Aufwandsentschädigung bei 9500 EUR, die Politiker erhalten in NRW allerdings keine weiteren Pensionsansprüche oder Zulagen.

Auch auf kommunaler Ebene werden Aufwandsentschädigungen gezahlt, die SPD Bergheim hat diese als eine der ersten Parteien im Kreis offen gelegt (.pdf, 79 kb). So erhält ein Ratsmitglied in Bergheim monatlich 326 Euro, ein Ortsvorsteher 159 Euro und ein Kreistagsmitglied 322 Euro + Sitzungsgeld (16,50/Sitzung). Als stellvertretender Bürgermeister gibt’s in Bergheim zusätzlich 489 Euro und als Fraktionsvorsitzender 978 Euro im Monat.

Dass die geplante Erhöhung der Bundestagsabgeordnetendiäten nun zurückgenommen wurde ist übrigens weniger auf die schlechte Vermittelbarkeit zurückzuführen sondern vielmehr auf eine peinliche Panne: im Gesetz, welches die Bezüge der Bundestagsabgeordneten an die Beamtenbesoldung regelt, steht ausdrücklich, dass für weitere Erhöhungen eine Karenzzeit bis 2010 gilt. Was die meisten Abgeordneten entweder nicht wussten oder gerne vergessen haben.

Bürgerhaushalt

3. März 2008

Über einen Bürgerhaushalt haben in einer stetig steigenden Zahl an Kommunen die Bürger die Möglichkeit, sich mit eigenen Vorschlägen an den Haushaltsplanungen zu beteiligen. Der Bürger kennt sein Umfeld in der Regel am besten und kann, frei von politischen Zwängen, viele gute und sinnvolle Ideen eingebringen, sei es zu Gefahrenpunkten im Straßenverkehr, maroden Spielplätzen, überflüssiger Bürokratie, unsinnigen Öffnungszeiten oder Hundekot in Grünanlagen. Zudem wird der Haushalt transparenter und das Interesse der Öffentlichkeit an der politischen Arbeit wird gestärkt. 

In Köln konnten sich die Bürger bis November 2007 online am Bürgerhaushalt für 2008 beteiligen, die Vorschläge konnten diskutiert werden und man konnte über diese abstimmen. Das Interesse der Bevölkerung war immens. „Die Zahl von über 10.000 registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die fast 5.000 Vorschläge eingereicht hatten, sei ein beeindruckender Beleg für den Erfolg des neuen Verfahrens. Der Kölner Bürgerhaushalt sei zudem ein wichtiger Lernprozess für alle Beteiligten, für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Verwaltung und Politik.“, heißt es auf der Homepage. Mehr als 52.000 Stimmen (Pro oder Contra) wurden abgegeben. Die 300 bestbewerteten Vorschläge werden nun beraten, welche zu realisieren (und zu finanzieren) sind wird sich zeigen. Auch für Sparmaßnahmen wurden übrigens zahlreiche Vorschläge gemacht.

Sogar Bergheim hat in diesem Jahr erstmalig einen Bürgerhaushalt, auch hier kann sich der Bürger online einbringen. Bis Freitag kann man noch Vorschläge machen, Kommentare können noch bis Sonntag abgegeben werden. Bisher haben sich 695 Bürger registriert und 279 Vorschläge eingebracht. Selbst die Verwaltung stellt eigene Vorschläge zur Diskussion. 

Auch für Elsdorf wäre der Bürgerhaushalt ein vielversprechendes Konzept. Durch die Verwendung einer Online-Plattform könnten die Verwaltungskosten relativ gering gehalten werden, die Finanzierung der gemachten Vorschläge (soweit sinnvoll) könnte durch Umschichtungen erfogen. Für die Umsetzung eines Bürgerhaushaltes wäre aber der Wille von Verwaltung und Politik erforderlich und die Bereitschaft, sich von den Bürgern „reinreden“ zu lassen. Hohe Hürden für diese Form der Bürgerbeteiligung in Elsdorf…

Quo vadis Elsdorf?

30. Dezember 2007

Ende diesen Jahres wird die Einwohnerzahl Elsdorfs laut Amtsblatt wieder deutlich gesunken sein, binnen eines Jahres um mehr als 100 auf gut 21.300. Nachdem die Bevökerung Elsdorfs von 1990 bis 1999 von 19.944 auf 21.767 wuchs, ist Elsdorf jetzt am schrumpfen. Wer dies allein auf die demografische Entwicklung schiebt macht es sich zu einfach: zwischen 1999 und 2005 stiegen die Einwohnerzahlen in den Nachbarkommunen Bergheim und Bedburg deutlich von 62.661 auf 63.639 bzw. von 24.190 auf 24.892, wie eine Statistik der WFG (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Erft) zeigt. In einem Handout eines Vortrags im Rahmen der Regionomica 2003 findet man eine Grafik über das „Positive Wachstumssaldo in den Gemeinden“ (S. 5). Es zeigt sich, dass das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Zuzug und Wegzug von allen Gemeinden des Rhein-Erft-Kreises in Elsdorf am schlechtesten ist. Natürlich fällt in diesen Zeitraum auch die Umsiedlung Alt-Etzweilers, sodass die Zahlen sicherlich etwas verzerrt sind, dennoch ist der Zusammenhang zwischen den Wanderungen und der Entwicklung der Einwohnerzahl nicht von der Hand zu weisen.

Doch woran liegt es, dass Elsdorf bei der Wahl des Wohnortes oftmals nur zweite Wahl ist? In dem oben erwähnten Handout ist eine weitere interessante Statistik (S. 10), die besagt, dass 2001 74% aller Beschäftigten mit Wohnsitz im Rhein-Erft-Kreis außerhalb des Kreises arbeiteten und entsprechend pendelten. Wenn man nun die Pendler innerhalb des Kreises hinzurechnet sind die Arbeitsplätze vor Ort also nicht ausschlaggebend für die Wahl des Wohnortes. Ein seit Jahren anhaltender Trend ist, dass Familien von der Stadt aufs Land ziehen, da die Lebensqualtität besonders für Kinder höher und die Grundstückspreise niedriger sind als in der Stadt, hier Köln. Die Grundstückspreise in Bedburg, Bergheim und Elsdorf liegen laut Landesvermessungsamt NRW auf einem vergleichbaren Niveau. In Elsdorf fehlt es aber an neuen Wohngebieten. Während in den letzten Jahren zum Beispiel in Bedburg etwa hinter dem Schloß und in Kaster (Baugebiet im Spless) große Flächen erschlossen wurden, tat sich in Elsdorf, nicht zuletzt wegen der schlechten finanziellen Lage der Gemeinde, wenig. In diesem Jahr konnte die „Bahntrasse“ als kleines Baugebiet erschlossen werden, bisher wurde aber noch kein Grundstück bebaut. Der Grundstein für ein zukünftiges Wachstum Elsdorfs ist mit dem ansprechend konzipierten Wohngebiet „zum Kapellchen“ und dem Mischgebiet an der Carl-Diem-Straße aber bereits gelegt, beide Gebiete werden in den nächsten Jahren erschlossen. 

Elsdorf kann punkten mit einer hohen Zahl an Kindergartenplätzen, dem umfangreichen Vereins- und Sportangebot, einem Freibad und den umfangreichen Einkaufsmöglichkeiten, wobei die traditionellen Elsdorfer Einkaufsstraßen (Köln-Aachener, Gladbacher), nicht zuletzt durch den Konkurrenzdruck der neuen Zentren „Hinter den Gärten“ und „Carl-Diem-Straße“, an Attraktivität verlieren. Aber warum ist in Elsdorf das Verhältnis zwichen Zu- und Wegzug so schlecht? Klar, fehlende neue Wohngebiete, aber dafür stehen dutzende von Häusern leer. Einer der Hauptgründe dürfte der nahe Tagebau Hambach sein: die Bagger sind je nach Witterung deutlich zu sehen und zu hören, der Garant für Lebensqualität und Freizeitaktivitäten, der Bürge-Wald, abgeholzt und weggebaggert. Viele Elsdorfer haben ein Stück Heimat verlohren, es gibt reizvolleres als „am Loch“ zu wohnen. Auch mit dem Freizeitwert Elsdorfs steht es nicht zum Besten: unzureichende Angebote für Kinder und Jugendliche, nur wenige interessante gastronomische Angebote und Lokale, zudem ein sehr begrenztes Kulturprogramm.  Eine entscheidende Rolle dürfte auch die schlechte Nahverkehrs-Anbindung spielen.

Die Möglichkeiten Elsdorf attraktiver zu gestalten sind aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde und den Rahmenbedingungen (Tagebau) begrenzt. Doch durch das Projekt Terra Nova und Gespräche mit dem Tagebaubetreiber RWE Power könnten ohne großen eigenen Finanzaufwand wichtige mittelfristige Verbesserungen der Lebensqualität erreicht werden: eine Aufwertung der Landschaft und Schaffung eines Naherhohlungsgebietes. Die Aufforstung des Tagebau-Nordrandes als natürlichen Puffer, Filter und Sichtschutz zwischen Tagebau und den Ortsteilen Esch, Angelsdorf, Giesendorf, Berrendorf und Wüllenrath und die Schaffung attraktiver Grünbereiche für einen höheren Freizeitwert für Jogger, Wanderer, Radfahrer, Kinder, Jugendliche und Hunde(-besitzer) sind überlegenswerte Ziele. Eine der wichtigsten Aufgaben der Politik in Elsdorf ist und bleibt, Wohnwert und Lebensqualität zu verbessern – hoffen wir, dass Rat und Verwaltung hier gemeinsam in die richtige Richtung arbeiten.