Fiktion und Wirklichkeit

23. Dezember 2007

Etzweiler. Ein malerisches Dorf am Rande des Bürge-Waldes, nur wenige Meter vom Hambacher See entfernt. Ein florierender Wirtschaftsstandort mit modernen Biotech-Unternehmen und zugleich ein Top10-Erholungsgebiet mit überregionaler Bedeutung. Das neue Museum der Gesolei Art Foundation setzt Maßstäbe. Eine schöne Fiktion, realistisch dargestellt in einem künstlerischen Projekt. Leider sieht die Realität anders aus. Das letzte Haus in Etweiler ist mittlerweile abgerissen, die Bagger des Braunkohlentagebaus Hambach werden in den nächsten Monaten den Standort des ehemaligen Dorfes erreichen. Schon jetzt erinnern nur noch Fotos, etwa von Wisoveg, und die Erzählungen der ehemaligen Bewohner, die sich zum Teil in Neu-Etzweiler angesiedelt haben, an das alte Dorf. Ein ähnliches Schicksal blüht ab 2012 den gut 1650 Bewohnern von Kerpen-Manheim. Bei einer Abstimmung am 16.12.07 entschied sich eine überwältigende Zahl der Bewohner für Kerpen-Dickbusch als Ziel der bevorstehenden Umsiedlung. Der Name Manheim wird für immer von der Landkarte verschwinden.

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