Klotzen statt kleckern?!

20. Dezember 2008

Die Jahre des Aufschwungs scheinen erst einmal vorbei, für 2009 und vielleicht auch die dann folgenden Jahre wird mit einer Rezession gerechnet, viele Konjunkturprognosen zeigen deutlich nach unten. Finanzminister Peer Steinbrück hatte noch im Frühjahr von einem schuldenfreien Haushalt 2009 geträumt – alles Makulatur. Die für 2010/11 geplanten Überschüsse haben sich auch erledigt, die Gesamtschulden in Höhe von 1576 Milliarden Euro werden auf Dauer noch weiter kräftig wachsen. Wenn es die Bundesregierung in wirtschaftlich guten Zeiten nicht schafft, den Haushalt in Ordnung zu bringen, wird dies in schlechteren Zeiten erst recht nicht gelingen.

Für den Haushalt  2009 ist eine Neuverschuldung von 18,5 Milliarden Euro vorgesehen, selbst dies wird wohl nicht ausreichen, von mehr als 30 Milliarden ist jetzt die Rede. Doch das ist bei weitem nicht alles – der Kapitalbedarf des Bundes um Haushalt, Bankenhilfe und weitere Ausgaben zu bedienen liegt 2009 voraussichtlich bei 323 Milliarden (!) Euro. Zum Vergleich: der bislang höchste Bedarf bisher lag bei rund Tags: , , , , ,

Eine Reaktion zu “Klotzen statt kleckern?!”

  1. Ulricham 26. Dezember 2008 um 10:19 Uhr

    Alles was die Herren in Berlin sich bisher ausgedacht haben, ist für den „Normalen“ kleinen Angestellten unerheblich. Bei fast allen Überlegungen sind die Besserverdienenden bevorteilt. Egal ob bei der Pendlerpauschale, Steuersenkungen oder bei den Barschecks für alle. Woher soll ein ALG II Empänger wenn er einen Gutschein über 500 EURO bekommt die 200 EURO die er aufbringen muss, hernehmen? Genauso bei den Steuervorteilen beim Autoneukauf. Wer hat denn genug Geld um einen Neuwagen zu kaufen?
    Alles im Allen werden die Reichen besser gestellt und bekommen mehr und der Kleine Mann darf das alles wieder bezahlen. Vom Sozialstaat sind wir schon lange gaaaaanz weit weg!

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