Monatsarchiv für März 2009

Neue Ideen für Elsdorf?

20. März 2009

Der Bürgermeisterkandidat der CDU, Andreas Heller, hat jüngst der Presse und auf seiner Homepage das Grundsatzprogramm der CDU Elsdorf vorgestellt. Interessanterweise gibt es zumindest auf den ersten Blick deutliche Ähnlichkeiten zwischen dem Grundsatzprogramm der CDU und dem Wahlprogramm der SPD, insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Umwelt, Schulen und Kindergärten, Senioren, Kultur und Vereine und der Verkehrsanbindung, die zeigen, dass die Situation Elsdorfs den Politikern durchaus bewusst ist und Lösungen erarbeitet werden.

Einige Beispiele:

CDU: Ansiedlung neuer Wirtschafts- und Gewerbezweige, Ausbau des bereits bestehenden Angebots
SPD: Handel und Gewerbe stärken, Gewerbegebiete ausweiten

CDU: Gründung eines Senioren- Pflegestützpunktes, Errichtung eines Seniorenbeirates
SPD: Ausbau der Seniorenzentren und von Seniorenbegegnungsstätten

CDU: Belastungen durch den laufenden Tagebaubetrieb (…) so gering wie möglich halten
SPD: wirksamer Lärmschutz und zügige Rekultivierung

CDU: attraktive Gestaltung der Tagebaukante (…) als Naherholungsgebiet
SPD: Naherholungsgebiete als Ausgleich für den Bürgewald

CDU: vernünftiges Kulturangebot für eine attraktive Gemeinde
SPD: das kulturelle Angebot verbreitern

CDU: bessere Busverbindung zwischen Elsdorf und dem S- Bahnhof in Sindorf
SPD: Errichtung eines S-Bahn-Haltepunktes Heppendorf/Sindorf 

Die Liste ließe sich weiter fortführen. Die in (und für) Elsdorf zu lösenden Aufgaben (die hier nur angeschnitten werden – Themen wie Haushalt, Schulden und Gemeindeentwicklung ließen sich schier unendlich ausdehnen) sind also zumindest den „großen“ Parteien bekannt und sollten sich auch gemeinsam lösen lassen – sollte man meinen. Denn das zitierte Wahlprogramm der SPD ist nicht das aktuelle, sondern das Programm von 1994. Die Interpretation, ob nun die SPD der CDU 15 Jahre voraus war, die CDU 15 Jahre hinter hinkt oder sich in letzten 15 Jahren in Elsdorf (bei wechselnden Mehrheiten!) in wichtigen Punkten schlichtweg so wenig getan hat, dass diese Herausforderungen nach so langer Zeit immer noch aktuell sind, bleibt nun jedem selbst überlassen.