Monatsarchiv für November 2008

Das Ende einer Ära

25. November 2008

Die Bäckerei Schneider am Mausweg

Seit den frühen 50er Jahren gibt es am Mausweg in Elsdorf die Bäckerei Schneider – bis 1998, als der Umzug der Produktion ins Gewerbegebiet erfolgte, wurden hier sogar die Waren für die Filialen gebacken. Dies und vieles mehr erfährt man auf der Homepage des alten Familienunternehmens, welches 2007 an ehemalige Mitarbeiter des aufgrund der Franchise-Bedingungen und der schlechten Qualität umstrittenen „Brötchen-Riesen“ Kamps verkauft wurde.

Der ehemalige Stammsitz am Mausweg wird in diesen Tagen geschlossen, dafür öffnet eine neue Filiale beim REWE-Center in den Räumen des ehemaligen „Sandwich-Restaurants“ der ebenfalls aufgrund des Franchise-Systems umstrittenen Kette Subway, welches bekanntlich bereits nach einigen Wochen wieder schloss. Die Bäckerei Wolf, in der Köln-Aachener Straße nur wenige Schritte vom alten Schneider-Standort entfernt gelegen, wird’s freuen.

Dass der Schneider-Konzern längst kein Elsdorfer Unternehmen mehr ist sondern insbesondere unter der neuen Führung lediglich in Elsdorf produziert wird einem spätestens bei einem Blick auf die lange Liste der Filialen im ganzen Rheinland bewusst. Aber wenigstens bietet Schneider Arbeits- und Ausbildungsplätze auch in Elsdorf – und anscheinend gute Qualität.

Informationsveranstaltungen zu terra nova

18. November 2008

Am 28.11. und 29.11. finden nun im Bürgerhaus Etzweiler und „vor Ort“ in Berrendorf endlich öffentliche Informationsveranstaltungen zum vieldiskutierten Thema terra nova statt.

Im Pressetext der Gemeinde Elsdorf (.pdf) heißt es:

„Am Freitag, dem 28. 11. 2008, 15.30 Uhr, findet im Bürgerhaus Neu-Etzweiler eine Informationsveranstaltung zum Stand der Planung :terra nova im Rahmen der Regionale 2010 statt. Vorgestellt werden durch Vertreter der Reginale 2010-Agentur und den Kreisbaudezernenten die geplante Gestaltung der Tagebaukante im Bereich Elsdorf/Berrendorf mit der Standortplanung für ein Multifunktionsgebäude südlich von Berrendorf, die geplante Gestaltung der Abraumbandanlage des Tagebaus Hambach und das im Bereich der ehemaligen LEP VI-Fläche im Gemeindegebiet Elsdorf und im Stadtgebiet Bergheim vorgesehene interkommunale Gewerbegebiet, das zu einem Kompetenzzentrum für Energielandwirtschaft entwickelt werden soll.

Am Samstag, dem 29. 11. 2008 besteht darüber hinaus in der Zeit von 9.00 bis 12.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Berrendorf, Zum Sportplatz 111, die Möglichkeit zu einer vertiefenden Information über die vorgesehene Planung im Süden der Ortslage Berrendorf. Es können Anregungen und Vorschläge zu der weiteren Planung vorgetragen werden. Die Informationsveranstaltung beginnt mit einer Begehung des Planungsbereiches in der Zeit von 9.00 bis 10.00 Uhr. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Ab 10.00 Uhr besteht die Möglichkeit zur Diskussion im Feuerwehrgerätehaus.“

UPGRADE

14. November 2008

Aufgrund der zunehmenden Spam-Einträge und möglichen Fehlern in der installierten WordPress-Version (2.31) war ein Upgrade auf die aktuelle Version 2.63 unumgänglich.

:: elsdorf-blog.de :: war daher heute temporär nicht zu erreichen bzw. wurde nicht richtig angezeigt. Alles in allem lief das Upgrade unproblematisch, nur ein Plugin (Popularity Contest) musste deaktiviert und die Verlinkung entfernt werden.

Die Spams trudeln weiterhin ein (auch das Deaktivieren der Kommentare und Pingbacks zeigte keine Wirkung), Akismet ist nicht das Anti-Spam-Tool der Wahl, da hierfür eine Registrierung notwendig ist, andere laufen (noch) nicht unter der aktuellen WordPress-Version. Mal sehen, welches Plugin sich noch findet und sich auch installieren lässt…

Die liebe Zeit…

13. November 2008

Email-Benachrichtigungen der letzten Stunden über Spams im WordPress-BlogWas gäbe es im Moment für schöne Themen, über die man schreiben könnte: der (Teil-)Verkauf der Erfland-Immobilien, gegen den sich die SPD vehement steubt, den die CDU Elsdorf angeblich auch nicht will, wogegen nun aber die SPD Sturm läuft, da diese denkt, dass die CDU eigentlich doch will. Oder RWE mit seinen neusten Kampagnen zum Greenwashing: sei es die Rauchgaswäsche und das geplante „verklappen“ von CO2, die Planschbecken für Algen zur CO2-Umwandlung oder Atomstrom als Öko-Strom – RWE tut im Moment vieles, um sich sauberer darzustellen als der Konzern nunmal ist. Schade nur, dass sich mit den fossilen Brennstoffen einfach noch am meisten Geld verdienen lässt, sodass das Unternehmen neben der Braunkohle auch weiter munter in Erdöl und Erdgas investiert. Noch ein schönes Thema: Die Elsdorfer Parteien positionieren sich in diesen Tagen für die kommende Kommunalwahl, die Mitglieder der SPD werden heute Wilfried Effertz als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken, die CDU wird ihren Kandidaten am 21.11. wählen. Aber wofür stehen die Parteien?

Leider fehlt im Moment die Zeit, sich hier im Blog ausführlicher mit diesen interessanten Themen zu beschäftigen. Ebenfalls fehlt die Zeit, eines der empfohlenen Anti-Spam-Scripte für das hier verwendete Blogsystem, Wordpress, zu installieren und einzurichten. Da momentan mehr als 50 Spams am Tag eintreffen, die einzeln manuell markiert werden müssen, sind die Kommentare bis auf weiteres deaktiviert – hoffentlich nicht für allzu lange.

Stadt Elsdorf?

4. November 2008

Woran denken Sie, wenn Sie an eine Stadt denken? Volle Straßen, imposante Gebäude, viele Menschen, Fußgängerzonen mit tollen Geschäften und Kultur? Es kann sein, dass Sie Ihr Bild von einer Stadt bald ändern müssen, denn auch Elsdorf strebt die Stadtrechte an. Was zuerst klingt wie ein schlechter Scherz ist absolut ernst gemeint und auch möglich: Voraussetzung um in NRW zur Stadt zu werden ist, dass mehr als 20.000 Menschen in der Kommune leben – egal, wie weit zerstreut und wie klein die einzelnen Ortsteile sein mögen.

Als Bürger der Gemeinde fragt man sich natürlich, was das soll. Kaum ein Elsdorfer wird sich als „Städter“ fühlen, die angepriesenen Vorteile der „Stadtwerdung“, mehr Befugnisse für das Bauamt und ein eigenes Jugendamt, dürften für die meisten Einwohner eher uninteressant sein oder gar die Befürchtung wecken, dass es noch chaotischer wird als schon jetzt, wie etwa bei der Einführung der getrennten Abwassergebühr.

Als Stadt braucht man dann natürlich auch einen Slogan, Spiegel online hat einige schöne aufgeführt. Grevenbroich bezeichnet sich als „Bundeshauptstadt der Energie“, Norderstedt ist „Eine Idee voraus“, Meerbusch „immer im rechten Licht“, Kaiserslautern propagiert „Wer uns findet, findet uns gut“, Karlsruhe hat „viel vor. viel dahinter.“, mit „Stadt mit Herz! … Und nette Leute“ wirbt die Weltstadt Friesoythe im norddeutschen Niemandsland.  Wie wäre es für Elsdorf mit einem Wettbewerb? Es wäre sicher interessant, was dabei rauskommt….