Abriß der Zuckerfabrik Elsdorf
admin 9. September 2008
Nachdem bereits 2007 die Rübenverarbeitung und Produktion in der Elsdorfer Zuckerfabrik stillgelegt wurden ist laut der heutigen Print-Ausgabe der Kölnischen Rundschau nun auch der Abriß der nicht mehr benötigten Gebäude terminiert. Der entsprechende Antrag von Pfeifer & Langen wurde bereits im Ausschuß für Bau und Planung am 02.09. zur Kenntnis genommen, mehr dazu im Ratsinformationssystem der Gemeinde Elsdorf. Zwischen Oktober 2009 und April 2010 sollen nach der bereits demontierten Produktionsanlage dann Kläranlage, Rübenhof, Tankanlagen, Kühltürme, Lagerbereiche und Schnitzeltrocknung, Kalkofen, Vorderbetrieb, Wiegehaus und Zuckerhaus, Turbinenhaus und Kessel abgebrochen werden. Inwiefern sich die “Skyline” Elsdorfs dadurch ändern wird geht aus dem Bericht nicht hervor, vermutlich wird Elsdorf sein “Wahrzeichen” verlieren. Inwiefern die bisher noch in Elsdorf vorhandenen Bereiche Veredlung und Labor erhalten bleiben wird ebenfalls nicht angesprochen, auch auf die zukünftige Nutzung des Areals wird nicht eingegangen.
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Wie im Bericht steht wird das Turbinenhaus und die beiden Kessel abgebrochen. Damit wird sich auch die Skyline von Elsdorf verändern!
Natürlich bekommt P&L Geld von der EU zur Stillegung des “Gründungswerks” hier in Elsdorf. Kann jeder nachlesen unter: http://www.zuckerverbaende.de/1_3_2.html#ausgleichszahlungen. Das Zauberwort heißt hier: Restrukturierung. Durch dieses System wird den Unternehmen, die über eine Zucker-, Isoglukose- oder Inulinsirupquote verfügen, die Möglichkeit gegeben, ihre Quotenproduktion ganz oder teilweise aufzugeben und ihre Quoten an den Fonds gegen eine einmalige Prämie zurückzugeben. Zuckerunternehmen, die ihre Quote im Zuckerwirtschaftsjahr 2006/07 bzw. 2007/08 an den Umstrukturierungsfonds zurückgeben, erhalten eine einmalige Umstrukturierungsprämie von 730 Euro/t. Bei Quotenrückgabe im Zuckerwirtschaftsjahr 2008/09 beträgt die Prämie 625 Euro/t.
Interessant ist allerdings das in dieser Abhandlung der EU-Verordnung Nr. 318/2006 auch zu lesen ist: “..einer Zuckerfabrik und deren vollständiger Rückbau. Mindestens 10 Prozent der Umstrukturierungsprämie sind den betroffenen Zuckerrübenanbauern vorbehalten.”
Interessant scheint auch die Möglichkeit das die Mitgliedstaaten betroffenen Regionen, die von der Umstrukturierung besonders betroffen sind, zusätzliche Diversifizierungsbeihilfen gewähren. Die Beihilfe beträgt in den Wirtschaftsjahren 2008/09 93,80 Euro/t und 78 Euro/t im Wirtschaftsjahr 2009/10 ……… Diese Anhebungen können sowohl für Diversifizierungsmaßnahmen als auch für zusätzliche Zahlungen an die Zuckerrübenanbauer genutzt werden, die ihre Zuckerrübenerzeugung einstellen müssen.
Elsdorf und seine Region ist wohl mit der Stilllegung des Gründungswerkes von P&L stark betroffen. Leider hüllt sich aber alles in Schweigen und Elsdorf nimmt diesen gravierenden Einschnitt in seinen Wirtschaftsstandort einfach nur hin. Es wird von xx Mio.Euro gemunkelt aber auch davon das diese Entscheidung nicht von allen Entscheidungsträgern der Firma gutgeheißen wird. Scheinbar hat man sich an mancher Stelle ein wenig verrechnet und muss nun in anderen Werken massiv investieren. Ob man den Industriezucker vergessen hatte ? Aber Gelder von Öffentlicher Hand kassieren und sich aus dem Staub machen ist in Deutschland ja modern.
P & L macht es spannend: umliegende Flächen wurden dazugekauft, aber erst im September wird verkündet, was dort errichtet werden soll – schreibt der Stadtanzeiger http://www.ksta.de/html/artikel/1242833542805.shtml. Es war ja mal eine Biogasanlage im Gespräch, die nun aber in Jülich gebaut wird. Ob es Kalkül ist, dass P & L und unser bereits involvierter Bürgermeister erst nach der Kommunalwahl damit rausgerückt werden, was großes (eventuell stinkendes und dreckiges) gebaut wird?
Hallo,
nach meiner Kenntnis kommt auf das ehemalige Zuckerfabrikgelände eine Pumpenwerkstatt der BoWa (Bohr- und Wasserwirtschaft) der RWE Power AG. Der Bau sollin Kürze beginnen.
MfG,
Franz MIchelis
Die Frage der Standortnutzung ist deshalb von besonderem Interesse, weil dort (Am Westend) Grundstücke angeboten werden. Hier stellt sich die Frage, inwieweit es durch diese riesige Pumpenwelkstatt zu einer Lärmbeeinträchtigung kommen wird. Ich werde diese Frage dem Bauamtsleiter schmitz, Bürgermeister Effertz und RWE POwer (Bohr- und Waserwirtschaft) stellen. Ende 2011 soll die Pumpenwerkstatt fertiggestellt sein. Soweit meine Informationen aus Kreisen des RWE. Solche Pumpen sind tagebaubedingt exorbitant gross. Die Pumpenwerstatt im Kraftwerk Neurath soll stillgelegt werden und in Elsdorf für alle Tagebaue zentralisiert werden. Man kann sich vorstellen, dass es hier zu Störungen kommt, je nachdem, wie nahe die grosse Halle an den Ort herangebaut wird (z.B. ist die Frage, wie nahe das Gebäude an den neuen Bahnhof herangebaut wird). Ich wollte dort eigentlich in Kürze ein grösseres Grundstück kaufen. Der Vertragsentwurf ist schon in Arbeit. Jetzt bin ich ersteinmal geschockt !
Freundliche Grüsse,
Dipl.-Kfm. StB Franz Michelis, Elsdorf
Hallo Dipl.-Kfm. StB Franz Michelis,
viel Spaß mit dem neuen Haus mit der Pumpenwerkstatt !!!
Vielleicht können Sie noch den Vertragsentwurf canceln!
Viel Spaß mit den Problemen!!!
nur wurde den anwohnern nicht mitgeteilt was an dreck und lärm auf sie zukommt