Elsdorf

Rückbau der Elsdorfer Zuckerfabrik

admin 19. August 2009

An der Silhouette der Elsdorfer Zuckerfabrik war Elsdorf über Jahrzehnte schon von weitem zu erkennen. Nachdem bereits 2007 die Zuckerrübenverarbeitung eingestellt wurde war der Rückbau der Zuckerfabrik beschlossene Sache – versüsst durch einen 2stelligen Millionenbetrag aus EU-Mitteln. Nachdem bereits einige Bereiche demontiert wurden (so wurde bereits vor einigen Wochen ein Schornstein gesprengt) werden in diesen Tagen Turbinenhaus, Kessel und Schornsteine abgebaut. “Vorarbeiten” hierzu leistete vor einigen Tagen bereits das Großfeuer im Kesselhaus. Für viele Elsdorfer geht mit dem Rückbau ein Stück Elsdorfer Identität verlohren – nicht nur, weil die Zuckerfabrik die “Skyline” Elsdorfs prägte, sondern gerade weil hunderte Elsdorfer über Jahrzehnte in der Zuckerfabrik Arbeit fanden.

Rückbau der Elsdorfer Zuckerfabrik

Rückbau der Elsdorfer Zuckerfabrik

 

In eigener Sache

admin 18. August 2009

Wie Einigen bereits bekannt sein dürfte kandidiere ich im Wahlkreis 6 (Angelsdorf) für den Elsdorfer Gemeinderat. Aus diesem Grunde etwas “Werbung in eigener Sache”:

 

Jens Billaudelle - Kandidat Angelsdorf

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in Elsdorf ist in den vergangenen Jahren einiges Wichtige auf den Weg gebracht worden, etwa der Ausbau des Angebots der Kindergärten und Grundschulen, die Erschließung neuer Baugebiete und das Großprojekt Terra Nova. Nun gilt es, die bereits begonnenen Projekte erfolgreich weiter zu führen und mit neuen Ideen und Konzepten das Potential Elsdorfs weiter zu erschließen und zu fördern. Hierfür, für Elsdorf und für meinen Wahlkreis möchte ich mich einsetzen.

Die SPD Elsdorf tritt an mit einem Programm, das auch für Angelsdorf interessante Impulse gibt, sei es in Bezug auf den Tagebau, von dem wir Angelsdorfer besonders betroffen sind, oder die Aufwertung unseres Schulzentrums.

Besonders am Herzen liegt mir zudem die Wiederherstellung und der Ausbau des Geländes an der Kaninhütte als attraktive Stätte für Familien und Vereine, die Einstellung eines Streetworkers („Prävention statt Repression“), die Stärkung der Bürgerrechte durch mehr direkte Bürgerbeteiligung und eine bessere Kommunikation Seitens Verwaltung und Politik.

Ihr Jens Billaudelle

 

Den kompletten Flyer gibt es hier als .pdf (ca. 1 MB).

Großbrand in Elsdorfer Zuckerfabrik

admin 7. Juli 2009

Heute Morgen ab ca. 9:00 Uhr waren die Feuerwehren aus Elsdorf und dem Umland im Großeinsatz: aus dem Turm (Kesselhaus) der Elsdorfer Zuckerfabrik schlugen Flammen, der schwarze Rauch war weithin sichtbar. In Teilen Elsdorf war ein unangenehmer Brandgeruch festzustellen – von einem erkennbaren Krisenmanagement und Informationen über eine mögliche Gesundheitsgefährdung für die Anwohner durch die durch den Brand freigesetzten Stoffe gab es abgesehen von einem hektisch umherfahrenden Messwagen und einigen Polizeisperren in direktem Umfeld der Zuckerfabrik keine Spur, auch auf der Homepage der Gemeinde gibt es keinerlei Hinweise.

Brand der Elsdorfer Zuckerfabrik

Brand der Elsdorfer Zuckerfabrik

Brand der Elsdorfer Zuckerfabrik

 

Bis in den Nachmittag wurde von einem hohen Leiterwagen aus weiter gekühlt bzw. gelöscht. Es liegt die Vermutung nahe, dass das Feuer bei Vorbereitungen (Schweißarbeiten?) zum bevorstehenden Abriss der Zuckerfabrik entstand. Dies wurde zwischenzeitlich in einem Presseartikel bestätigt.

 

Großbrand in der Elsdorfer Zuckerfabrik
 

Großbrand in der Elsdorfer Zuckerfabrik
 

Grossbrand in der Elsdorfer Zuckerfabrik

 

Von der Eifelstraße aus ist das Ausmaß der Verwüstung am besten zu sehen, der gesamte obere Teil des Kesselhauses ist mitsamt Verkleidung nahezu vollständig aus- bzw. abgebrannt. Zahlreiche Schaulustige beobachten von der Eifelstraße aus das Geschehen.

 

Grossbrand in der Elsdorfer Zuckerfabrik
 

Grossbrand in der Elsdorfer Zuckerfabrik
 

Grossbrand in der Elsdorfer Zuckerfabrik

 

Abschließend noch ein Blick auf die Elsdorfer Zuckerfabrik von Pfeifer und Langen aus der Zeit vor dem Brand – warum die Verkleidung des Turms aus offensichtlich brennbarem Material bestand und Feuer fangen konnte wird wohl noch zu klären sein. Zu stören scheint es aber auch die Leiter des Produktionsstandortes nicht so richtig, schließlich wird das Kesselhaus ja sowieso abgerissen.

Zuckerfabrik Elsdorf
Zuckerfabrik Elsdorf
 

“Street Art” in Elsdorf?

admin 11. Juni 2009

Wer darauf achtet findet sie in Elsdorf an vielen Laternenmasten, Schildern und Zigarettenautomaten: Aufkleber mit unterschiedlichen Botschaften, inhaltlich in erster Linie in Verbindung mit Fussball (und der entsprechenden Subkultur) und/oder politisch. Von einfachen “Reviermarkierungen” von Fussball-Fanclubs, in erster Linie des 1. FC Köln, aber auch von Gladbach und Schalke, bis hin zu politischen Botschaften von Fussballfans (“Fussballfans sind keine Verbrecher” oder “ACAB” – All Cops Are Bastards), zudem von politischen Gruppierungen, etwa der Antifa (“Gegen jeden Antisemitismus”), zeigt sich ein breites Spektrum.

Die Ansichten zu dieser Form der Meinungsäußerung sind kontrovers: während die einen die Aufkleber als Sachbeschädigung und Schmiererei sehen, empfinden andere das “stickern” als Ausdruck der Identität, als Widerstand gegen das “Geistige Grau” und sogar als Vorstufe von “Street Art”, also einer künstlerischen (subkulturellen) Darstellung. Hierhin ist es allerdings, wenn man sich die “künstlerische Qualität” der meisten Aufkleber ansieht, noch ein weiter weg, was immerhin auch der Verfasser des “Schwaadlappe“, dem Infoflyer der Wilden Horde 96, dem größten (Ultra-)Fanclub des 1. FC Köln, in der Ausgabe 38 zum vergangenen Heimspiel gegen den VFL Bochum so sieht. Ob eine Mischung aus qualitativer und quantitativer Steigerung wie im Artikel gewünscht tatsächlich der Optimalfall wäre empfinden nicht wenige Elsdorfer wohl anders. Es wird sich zeigen, ob die Obrigkeit das Treiben weiterhin zulässt oder ob Elsdorf in Zukunft wieder “sauber” wird.

"Street Art" in Elsdorf?
"Street Art" in Elsdorf?
"Street Art" in Elsdorf?

Die Wanderung des Absetzers 756

admin 8. Juni 2009

Seit Anfang Juni ist der Absetzer 756 nun unterwegs vom Tagebau Bergheim zum Tagebau Hambach. Vom 10.06. bis 14.08. werden Teile der Bandtrasse bei Glesch verfüllt, ab dem 20.08. “wandert” der Bagger weiter und soll am 02.09. am Fuße der Sophienhöhe den Tagbau Hambach erreichen.

  Terminplan Großgerätetransport Absetzer 756 km
von bis
1. Transportabschnitt
05.06.09 Transport vom Tagebau bis vor die Hambachbahn 0.0 1.2
06.06.09 über Hambachbahn, B477, und 380kV Leitung 1.2 2.5
07.06.09 Fahrt bis zum Fernbandeinschnitt F24 2.5 4.9
10.06.09 Verkippung Fernbandeinschnitt Glesch bis zum 14.08.09    
2. Transportabschnitt
20.08.09 Transport bis vor die L361n 0.0 1.4
21.08.09 über L361n, Erft bis vor K 19 1.4 2.1
22.08.09 über K 19, DB Neuss-Horrem bis vor Elsdorfer Fließ 2.1 3.5
24.08.09 Kein Transport / Resttransport bis vor die A61 3.5 4.0
29.08.09 über A61, 110 kV, 20 kV bis vor ehemalige Bahntrasse 4.0 5.0
30.08.09 über ehemalige Bahntrasse, Escher Fließ, 20 kV bis Fernbandeinschnitt 5.0 6.8
31.08.09 über Fernbandtrasse, 15 kV Leitung und L277 6.8 8.0
01.09.09 Transport bis vor die B55 8.0 9.2
02.09.09 über B 55, 15 kV Leitung, L 278 und Kabel 9.2 10.4
03.09.09 über Finkelbachleitung bis vor die 220 kV Leitung 10.4 11.3
04.09.09 durch 220 kV Leitung bis zur Einfahrt Tagebau Hambach 11.3 12.3

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