Monatsarchiv für Januar 2008

Alles Riester oder was?

admin 15. Januar 2008

Das hatte sich die Bundesregierung fein ausgedacht: Arbeitnehmer sollen zusätzliche Rücklagen für’s Alter bilden, die vom Staat durch Zuschüsse und als Sonderausgabe durch Steuervergünstigungen subventioniert werden. Die Förderquote liegt bei bis zu 90 Prozent. Mit großem Erfolg: fast 10 Millionen Bundesbürger investieren nun bereits in die “Riester-Rente”.

Doch die Sache hat für viele anscheinend einen Haken: die Riesterrente wird nur ausgezahlt, wenn die spätere Rente über dem Existenzminimum bzw. der Grundsicherung liegt, ansonsten wird die Riester-Rente mit der Grundsicherung verrechnet. Die Höhe der Grundsicherung beträgt laut Wikipedia seit dem 01. Juli 2007 347 Euro für Alleinstehende bzw. für den Haushaltsvorstand und für Haushaltsangehörige jeweils 80% des Regelsatzes des Haushaltsvorstand, der Sozialverband Deutschland gibt die Sätze 2003 in einer Informationsschrift zur Grundsicherung noch etwas niedriger an. Hinzu kommen Zuschüsse, etwa für Mietkosten, sodass alles in allem aktuell bis zu 660 Euro vom Staat gezahlt werden. Klingt erst mal nach recht wenig, aber bereits jetzt erhalten nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung in den alten Bundesländern 23,9 Prozent aller Männer und 66,4 Prozent aller Frauen eine staatliche Rente, die unter 600 Euro liegt. Nach Berechnungen des paritätischen Wohlfahrtsverbands wird die Durchschnittsrente in 14 Jahren auf das Niveau der Grundsicherung gesunken sein (Quelle: Spiegel) – nicht zuletzt durch die anhaltenden faktischen Rentenkürzungen.

Als Rechtfertigung für die Streichung Verrechnung der Riesterrente werden von Walter Riester persönlich ausgerechnet die im Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld bzw. Harz IV umstrittenen Anrechnungen von eigenen Spar- oder Rentenbeträgen angeführt - für die Betroffenen blanker Hohn. Es profitieren mal wieder die Besserverdiener, die eine zusätzliche geförderte Rente bekommen und der Staat, der die Zahlungen von Sozialleistungen einspart, indem die Ersparnisse und Rücklagen abgeschöpft bzw. angerechnet werden. Wer leer ausgeht (bzw. umsonst spart) werden diejenigen sein, die nicht genügend Jahre gearbeitet haben (etwa durch Arbeitslosigkeit oder Kindererziehungszeiten) und/oder ein niedriges Einkommen haben. Bert Rürup rechnete ja bereits vor, dass ein Durchschnittsverdiener heute 25 Jahre braucht, um einen monatlichen Rentenanspruch von 660 Euro zu erwerben, bis 2030 steige diese Zahl sogar auf 30 Jahre. DGB und Sozialverbände, etwa VdK, beziehen deutlich Position gegen die aktuelle Regelung bei der Riesterrente.

Die Konsequenz ob weiter ”geriestert” wird muß jeder für sich selbst ziehen. Das Vertauen in den Staat bzw. die Politik dürfte bei Vielen mal wieder deutlich sinken. Schwarze Zeiten für eine gerechte Sozialpolitik in Deutschland.

Baubeginn im Zentrum Elsdorfs

admin 9. Januar 2008

Endlich wurde mit der Umsetzung des wohl wichtigsten Bauvorhabens der letzten Jahre in Elsdorf begonnen, dem neuen Altenheim. Gebaut wird es auf dem ehem. Schotterparkplatz an der Straße “zum Ostbahnhof” (gegenüber der Kreuzung Köln-Aachener Straße/Mittelstraße) im Herzen Elsdorfs. Das Pflegezentrum wird von der Ensemble Unternehmensgruppe betrieben werden, die Eröffnung ist für September geplant. Die Gruppe betreibt bereits einige solche Einrichtungen, unter anderem in Frechen und Pulheim. Die Konzeption, Planung und Umsetzung erfolgt durch das erst 2005 gegründete und auf die Entwicklung und Realisierung von Sozialimmobilien spezialisierte Unternehmen Conesta

Baubeginn des Pflegezentrums ElsdorfBauschild des Pflegezentrums Elsdorf

De Prinz kütt!

admin 6. Januar 2008

Was für ein Abend in Oberembt! Auf der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Kluet und Rekelieser kochte der Saal “Zur Stangl Wirtin”. Mehr als vier Stunden abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm wurden geboten, das man als Außenstehender so sicherlich nicht in Oberembt erwarten würde. Höhepunkt war der Einmarsch des Dreigestirns, welches zum 130jährigen Bestehen der Karnevalsgesellschaft dieses Jahr aus Oberembt gestellt wird. Auch die “Polit-Prominenz” war zahlreich vertreten: unsere Bundestagsabgeordnete Gabi Frechen (SPD) war eigens angereist, der Ortsvereins-Vorsitzende der SPD Peter Ruhnke war ebenso vor Ort wie Vertreter der SPD-Fraktion und der Orstvorsteher Oberembts, Dieter Klüger (SPD). Der Bürgermeister ließ sich vom Beigeordneten Johannes Mies vertreten, zu späterer Stunde erschien auch Jürgen Schiffer, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Prinzengarde FrechenBauer Harry badet in der MengePrinz Hajo I.

… und der Zukunft zugewandt

admin 5. Januar 2008

Angie hat eins, Kurt Beck hat eins, viele andere Politiker auch. Podcasts sind mittlerweile recht verbreitet, sodass diese nicht mehr ganz neue Form der (Video-)Botschaft nun auch unseren Rhein-Erft-Kreis erreicht hat. Der Kreisvorsitzende der SPD, Guido van den Berg, macht es vor:

 

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Der besagte Kandidat für die Wahl des Landratkandidaten, Hans Krings, richtet sich ebenfalls per Videobotschaft an die Genossinnen und Genossen:

 

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Am 07.01. werden sich die 3 Bewerber Karl-Ernst Forisch (Hürth), Carol Fuchs (Hürth) und Hans Krings (Kerpen) in der Gaststädte “zum Klooseneng” (Keuth) den Mitgliedern der Elsdorfer SPD vorstellen, die Wahl des Landratkandidaten wird am 18.01. ebenfalls in diesem Lokal stattfinden.

Herzlichen Glückwunsch

admin 1. Januar 2008

Herzlichen Glückwunsch. Ab heute wird jeweils für sechs Monate gespeichert, mit wem Sie per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung stehen oder wann und wie Sie das Internet nutzen. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird zudem Ihr Standort erfasst und festgehalten. Auch Anwälte, Ärzte, Journalisten und Geistliche sind hiervon nicht ausgenommen. Ein weiterer großer Schritt zum Überwachungsstaat, natürlich alles zu unserer Sicherheit. Bedanken können wir uns bei den Bundestagsabgeordneten der CDU, CSU und SPD, die dieses Gesetz verabschiedet haben. Ist ja auch klar bei den vielen Toten und Verwundeten, die wir in den letzten Jahren durch Terroranschläge in Deutschland hatten, oder?

 

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Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!

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